Öffnungszeiten

Haus für Kinder:

Mo. - Do. : 07:00 - 16:00 Uhr
Fr. : 07:00 - 14:00 Uhr
Ferien : 07:00 - 16:00 Uhr

Hort:

Mo. - Fr. : 07:00 - 16:00 Uhr
Ferien : 07:00 - 16:00 Uhr

Konzeption

des evangelischen Haus für Kinder "Schneckenhaus"


Gliederung
  1. Leitbild
    1. Achtung und Wertschätzung des Kindes – Unser Bild vom Kind
    2. Lernen und Lehren
    3. Freude am Lernen
    4. Lernen und Spiel
    5. Jeder Tag ist einzigartig
  2. Bildungs- und Erziehungsbereiche
    1. Religiöse Erziehung und Werteorientierung
    2. Soziale Beziehungen – Teil des Ganzen
    3. Sprache und Sprachverständnis
    4. Mathematische Bildung
    5. Naturwissenschaft, Technik, Experimente
    6. Natur- und Umwelterleben
    7. Kreativität und Kunst
    8. Musik und Rhythmik
    9. Bewegung und Sport
    10. Gesundheit und Ernährung
  3. Alle unter einem Dach
    1. Die Einrichtung stellt sich vor
    2. Personal
    3. Kinderkrippe
    4. Kindergarten
    5. Hort
    6. Kooperation Grundschule
  4. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften
    1. Elternarbeit
      1. Elternbeirat
      2. Elternabende
      3. Elterngespräche
    2. Zusammenarbeit mit Fachdiensten und Fachkräften
    3. Vernetzung Grundschule
    4. Kontakt mit Jugendämtern und Behörden
    5. Ausbildungsbetrieb
  5. Schlüsselprozesse für Bildungs- und Erziehungsqualität sowie Qualitätssicherung der Arbeit in der Einrichtung
    1. Übergänge gestalten und begleiten
    2. Partizipation
    3. Beobachtung und Dokumentation
    4. Austausch und kollegiale Beratung
    5. Fort- und Weiterbildungen
    6. Öffentlichkeitsarbeit
  6. Schlusswort und Evaluation

1. Leitbild

„Kinder sind ein Geschenk des Herrn“
Psalm 127,3 (Hoffnung für alle)


Als Geschenk empfinden wir alle Menschen, insbesondere Kinder, die uns anvertraut sind. Die Weitergabe von Gottes uneingeschränkter Liebe steht im Mittelpunkt unseres Handelns.
Die Vermittlung des christlichen Glaubens und christlicher Praktiken zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte pädagogische Arbeit.
Wir verstehen uns als steter Ansprechpartner, Vertrauensperson und Wegbegleiter der Kinder. Dabei bereiten wir jedes Kind individuell auf die verschiedensten Situationen sowie Anforderungen des alltäglichen Lebens vor.

Weiterhin unterstützen wir das Kind in seiner Persönlichkeitsentwicklung. Dabei beziehen wir die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Kindes mit ein, damit sich das Kind immer akzeptiert und geborgen fühlt. Wir legen sehr großen Wert darauf, den Eltern jederzeit als Erziehungspartner und Wissensvermittler zur Seite zu stehen. Unsere Einrichtung ist für alle Konfessionen und Nationalitäten offen. Die Annahme jedes Menschen, egal welcher Herkunft, ist für uns selbstverständlich und Ausdruck unserer Nächstenliebe.

1.1. Achtung und Wertschätzung des Kindes – Unser Bild vom Kind

Jedes Kind ist eine von Gott gegebene, individuelle Persönlichkeit. Es ist neugierig und empfindsam. Es erforscht aktiv sich selbst und seine Umwelt und eignet sich dabei Wissen an. Wir respektieren jedes Kind in seiner eigenen Art und achten auf sein Wohlergehen. Ein Kind darf niemals beschämt werden oder sich lächerlich fühlen. Bildung im frühkindlichen Alter ist ein sozialer Prozess. Lernen findet in konkreten Situationen und im Austausch mit Anderen statt. Jedes Kind bekommt bei uns die Chance seinen Bedürfnissen, Fähigkeiten und seinem Entwicklungsstand entsprechend an gezielten Lernangeboten, altersgerechten Beschäftigungen und individuellen Einzelförderungen teil zu nehmen.

1.2. Lernen und Lehren

„Vor Gott sind alle Menschen gleich“

Erziehung und Bildung sind bei uns ein auf Dialog ausgerichtetes Geschehen zwischen gleichwertigen Personen. Die Rolle des Erziehers ist eine Impuls gebende, liebevolle und annehmende Begleitung im Entwicklungsprozess des Kindes. Mit dem Kinde werden klare Regeln und Grenzen vereinbart. Die Kinder werden z.B. durch Kinderkonferenzen in Entscheidungen und Prozesse, die zu deren Findung vorangehen, mit eingebunden.

Wir als Erzieher haben durch unsere Vorbildfunktion die Verantwortung, dass alle besprochenen und vereinbarten Abläufe und Regeln Gültigkeit haben. Für uns als Kindergartenteam ist es wichtig, die Kinder in überschaubare Gruppen aufzuteilen und damit den Kindern Geborgenheit durch ein vertrautes Umfeld zu geben. Zusätzlich können die Kinder, durch eine begrenzte Anzahl von festen Bezugspersonen, Vertrauen aufbauen und stark werden.

Für die Eltern sind die Ansprechpartner in Erziehungsfragen auch klar definiert und geben den Eltern Sicherheit und den zuständigen Erziehern die Möglichkeit zur Wegbegleitung während der gesamten Kindergartenzeit. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit zur Begegnung der Gruppen oder einzelner Kinder untereinander.

1.3. Freude am Lernen

Jedes Kind ist von Natur aus wissbegierig und aufgeschlossen seiner Umwelt gegenüber. Es hat Spaß daran, immer wieder neue Dinge zu erfahren. Durch abwechslungsreiche Lernangebote wird die Freude und Lust am Lernen geweckt. Unsere wichtigste Motivation ist das auf den individuellen Unterschied eingehende Lob. Die Stärken der Kinder zu erkennen und zu fördern ist uns wichtig. Gleichzeitig werden die Kinder ihre Schwächen erkennen. Wir werden sie darin unterstützen, diese zu akzeptieren und gegebenenfalls daran zu arbeiten.

Dem einzelnen Kind erschließt sich in unseren altersgemischten Gruppen ein sehr großes Lernfeld. Die Jüngeren lernen sehr stark durch die Vorbildfunktion der Älteren und erfahren schon sehr bald Annahme und Akzeptanz in einer Gruppe. Die älteren Kinder lernen Rücksicht und Verständnis den Jüngeren und Schwächeren gegenüber und nehmen sich und ihre Umwelt bewusster wahr und werden in ihrem Selbstwert gestärkt.

1.4. Lernen und Spiel

„Kinder spielen wenn sie lernen und lernen wenn sie spielen“

Grundlegend für die elementare Bildung von Kindern sind sinnliche Wahrnehmung, Bewegung und Spiel. Durch alters entsprechendes Spielmaterial und abwechslungsreiche Raumgestaltung und -aufteilung können die Kinder ihr Spielbedürfnis stillen. Das Spielen mit anderen Kindern schult das Kind im sozialen Bereich und in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Es übt je nach Spielauswahl Konzentration, Sprachfertigkeit, Kreativität, Konfliktfähigkeit und Geschicklichkeit.

Da sich Kinder über Bewegung Wissen über ihre Umwelt, aber auch über sich selbst, ihren Körper und ihre Fähigkeiten aneignen, bieten unsere großzügigen Räumlichkeiten genügend Freiraum. Zusätzlich haben die Kinder in abgeteilten Kleinspielzonen ausreichend Möglichkeit, ihr Ruhebedürfnis zu stillen. Spielen und Lernen sind zwei Seiten derselben Medaille und keine Gegensätze.

Spielprozesse sind immer auch Lernprozesse. Das Spiel ist die ureigenste Ausdrucksform des Kindes und im Kindesalter ein zentrales Mittel, Entwicklungsaufgaben und Lebensrealitäten zu bewältigen, und damit eine grundlegende Form des Lernens. Von Anfang an setzt sich das Kind über das Spiel mit sich und seiner Umwelt auseinander. In den Jahren bis zur Einschulung herrschen spielerische Lernformen vor. Grundlagen elementarer Bildungsprozesse bleiben sinnliche Wahrnehmung, Bewegung, Spiel und kommunikativer Austausch. Durch die Höhergewichtung des elementaren Bildungsauftrags entwickelt sich das beiläufige Lernen der Kinder bei ihrem Spiel zum spielerischen Lernen, dem mehr gezielte Begleitung und didaktische Aufbereitung seitens der Erwachsenen zuteil wird.

Was bedeutet das für Ihr Kind?
Das Spielen Ihres Kindes ist gleichzeitig immer auch ein Lernen. Im Spiel kann es die Realität nachspielen bzw. nachgestalten oder wechseln, indem es sich in eine andere Welt begibt (z. B. Märchen-, Medienwelt). In seinem Spiel, das gleichzeitig immer auch ein Lernprozess ist, will sich Ihr Kind jedoch auch mit dem realen Leben und ernsthaften Tun befassen und sich nicht nur in „künstlich inszenierten Kinderwelten“ bewegen. Ausreichendes Freispiel ist für Ihr Kind wichtig, muss jedoch in angemessenem Verhältnis zu Lernaktivitäten stehen, die von Erwachsenen ausgehen. Die anregende und herausfordernde Funktion geplanter und gemeinsamer Lernaktivitäten in der Gruppe bringt Ihr Kind in seiner sozialen, sprachlichen und geistigen Entwicklung weiter.

1.5. Jeder Tag ist einzigartig

Die Gestaltung des Tagesablaufes berücksichtigt die Bedürfnisse und den Entwicklungsstand der Kinder. Freispielphasen in denen die Kinder selbständig Material, Beschäftigung und Spielpartner auswählen können, wechseln sich mit angeleiteten Spielangeboten ab. Gezielte Lernarrangements holen einzelne Kinder oder Kleingruppen zur persönlichen Auferbauung ab.

Um täglich strukturierte Lernsituationen anbieten zu können, muss es möglich sein innerhalb der Kernzeit weitgehend ungestört pädagogisch zu arbeiten. Rituale und immer wiederkehrende Alltagsbegebenheiten bieten den Kindern Sicherheit und vermitteln ein vertrautes Umfeld.

Es ist uns wichtig, die Kinder am Morgen persönlich zu begrüßen und dadurch jede individuelle Stimmung der Kinder aufzunehmen. Der Morgenkreis gibt den Kindern Struktur und Orientierung für den Tagesablauf. Jedes Kind wird dabei wahrgenommen und aktuelle Probleme können dabei angesprochen und bearbeitet werden. Das Gebet vor dem gemeinsamen Essen lenkt den Blick der Kinder auf den Schöpfer, von dem alles kommt und sie lernen, nicht alles als selbstverständlich anzusehen.

Die Verabschiedung beim nach Hause gehen schließt die persönliche Begegnung mit dem einzelnen Kind ab. Als besonderes Ritual empfinden alle Kinder ihre persönliche Geburtstagfeier. Mit Geburtstagslied, Geschenk und Gebet möchten wir den Kindern vermitteln, dass sie einmalig und wertvoll sind. Das Kind darf an diesem Tag in besonderer Weise die Freude über sein Dasein erleben.

2. Bildungs- und Erziehungsbereiche

Bereits in den Jahren bis zur Einschulung ist Bildung breit angelegt. Die Kinder bringen von Geburt an vielfältige Kompetenzen und Ausdrucksformen mit und verfügen über komplexes Wissen in mehreren Bereichen. Auf dieser Grundlage werden im BayBEP (Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan) insgesamt elf Bildungs- und Erziehungsbereiche beschrieben. Ihre getrennte Darstellung versteht sich nicht als Fächerkanon und Stundenplan wie in der Schule, d. h. die einzelnen Bildungsbereiche sind nicht isoliert voneinander „abzuarbeiten“.

Vielmehr greifen die Bereiche – im Sinne einer ganzheitlichen Bildung – ineinander und haben das gemeinsame Ziel, das Kind in seiner gesamten Persönlichkeit zu stärken und auf ein Leben vorzubereiten, in dem lebenslanges Lernen unverzichtbar geworden ist. Die Bildungsbereiche sind daher eingebettet in fünf Zielvorstellungen, die als zentral für Bildung und Erziehung von Geburt bis zur Einschulung und darüber hinaus betrachtet werden können.
Die im BayBEP vorgenommene Zuordnung von Bildungsbereichen zu den Zielvorstellungen ist exemplarisch, d. h. „fragende und forschende Kinder“ sind eine Zielsetzung in allen Bildungsbereichen und nicht nur in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Technik sowie Umwelt.

Zielvorstellungen Exemplarisch zugeordnete Bildungs- und Erziehungsbereiche

  1. Verantwortungsvoll und wertorientiert handelnde Kinder
    • Wertorientierung und Religiosität
    • Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte
  2. Sprach- und medienkompetente Kinder
    • Sprache und Literacy
    • Informations- und Kommunikationstechnik, Medien
  3. Fragende und forschende Kinder
    • Mathematik
    • Naturwissenschaften und Technik
    • Umwelt
  4. Künstlerisch aktive Kinder
    • Ästhetik, Kunst und Kultur
    • Musik
  5. Starke Kinder
    • Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport
    • Gesundheit
Innerhalb der Bildungsbereiche werden Leitgedanken, Bildungs- und Erziehungsziele sowie Anregungen und Beispiele zur pädagogischen Umsetzung formuliert. Aus den Bildungs- und Erziehungszielen ergibt sich, welche Kompetenzen und Werthaltungen und welches Wissen für Kinder im jeweiligen Bereich bedeutsam sind.

2.1. Religiöse Erziehung und Werteorientierung

„Wer einem Kind begegnet, begegnet Gott auf frischer Tat.“

Die religiöse Erziehung ist der wesentlichste Teil unserer Gesamterziehung. Frühe Erfahrungen von Annahme und Geborgenheit, von Liebe und Zuwendung, Toleranz und Vergebung sind Grund Erfahrungen, die in unseren täglichen Umgang miteinander einfließen. Jedes Kind hat seine eigene Persönlichkeit mit einem Reichtum an Gefühlen. Es kennt die Auseinandersetzung mit der Angst, ist ausgelassen vor Freude, sein Leben ist erfüllt mit Hoffnung und Versagen, mit Enttäuschung und Erfolg.

  • Wir akzeptieren die Schwächen und Stärken des Kindes und erkennen ihre Gaben und Grenzen
  • Wir vermitteln biblisch fundierte Werte, die für ein friedvolles Zusammenleben nötig sind
  • Die Kinder bringen ihre Fähigkeiten zum Nutzen aller ein (z.B. bei der Übernahme von kleinen Diensten) und erfahren Lob und Anerkennung
  • Die Kinder lernen, Konflikte auszuhalten, Lösungen zu erarbeiten, sind für Kompromisse bereit und verzichten auf gewaltsame Auseinandersetzungen
  • Wir sprechen Fehlverhalten an und erfahren Vergebung
  • Die Kinder erfahren Grenzen ihres eigenen Könnens und machen sich gegenseitig Mut, Niederlagen auszuhalten. Misslungenes wird neu angepackt und nicht bloßgestellt und das Selbstvertrauen der Kinder dadurch gestärkt.
  • Wir fördern einen bewussten Umgang mit der Schöpfung, der Natur und Umwelt
  • Die Kinder bekommen Hilfestellung bei Erfahrungen über Werden und Vergehen; z.B. ein neues Geschwisterchen, ein Todesfall in der Familie, Verlust von lieb gewonnenen Haustieren oder das Verwelken von Pflanzen
  • Wir denken an Andere und unterstützen die Hilfsbedürftigen; z.B. mit Geld– und Sachspenden für unseren Partnerkindergarten „Pinocchio“ in Rumänien
  • Wir beschäftigen uns mit zentralen Symbolen und religiösen Inhalten, mit biblischen Erzählungen und christlichen Legenden (z.B.Nikolauslegende)
  • Wir kommen durch Gebete mit Gott in Beziehung; z.B. durch das Erlernen von Tischgebeten, allgemeine Gebete wie das Vaterunser
  • Die örtlich nah gelegene evangelische Kirche ist für uns immer offen und ermöglicht auch spontane Besuche; z. B. bei oder nach einem Spaziergang. Den Kindern vermitteln wir dadurch, dass Kirche etwas alltägliches, zu unserem Leben dazugehörendes ist.
  • Wir feiern die religiösen Feste im Jahreskreislauf. Kinder lieben und genießen Feste und leben in freudiger Spannung und Erwartung von einem Fest zum Nächsten.

2.2. Soziale Beziehungen – Teil des Ganzen

Unsere Tageseinrichtung ist trotz fest eingeteilter Gruppen offen für ein gruppenübergreifendes Arbeiten. Für jeden Mitarbeiter ist die ganzheitliche Verantwortung für alle Kinder z.B. im allgemeinen Garten oder bei gemeinsamen Ausflügen selbstverständlich.

Das Vorbereiten und die Durchführung folgender Veranstaltungen geschieht gemeinsam und gruppenübergreifend: Für alle Kinder gibt es die Möglichkeit „Freunde“ aus anderen Gruppen zu besuchen. Auch alle Räumlichkeiten und das gesamte Personal sind für alle Kinder bekannt und werden mit der Zeit vertraut. Unsere Einrichtung ist ein fester Bestandteil der örtlichen evangelischen Kirchengemeinde.

Darüber hinaus ist der Kindergarten fest eingebunden in die Marktgemeinde Heiligenstadt und freut sich über die gute Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde, dem Bauhof, der freiwilligen Feuerwehr und den örtlichen Vereinen. Ein wichtiger Punkt unserer sozialen Vernetzung ist der Kontakt und die Partnerschaft zum Kindergarten Pinocchio in Rumänien. Über den örtlichen Missionsverein unterstützten die Kinder und Eltern diesen Kindergarten mit Sach– und Geldspenden, wie z.B. der Weihnachtspäckchenaktion.

2.3. Sprache und Sprachverständnis

Die Sprache ist das wichtigste Mittel des sozialen Kontaktes. Sprechen und Denken stehen in einer engen Wechselbeziehung. Die Sprachförderung im Kindergarten unterstützt die Kinder in ihrer Gesamtentwicklung. Im Regelfall verfügen Kinder beim Eintritt in den Kindergarten über grundlegende Sprachstrukturen. Sie verstehen Sprache und können sich mit ihrer Hilfe mitteilen. Wir unterstützen die Sprachentwicklung der Kinder in unserer Einrichtung durch:

  • Gespräche mit dem einzelnen Kind, der Kleingruppe oder der Gesamtgruppe
  • Das Erlernen von Liedern und Kreisspielen
  • Reime, Fingerspiele und Gedichte
  • Besuch unserer Vorlese – Oma
  • Vorlesen, Betrachten und Erzählen von Bilderbüchern, Geschichten und Märchen und erste Begegnungen mit der Schrift = Literacy –Erziehung

Die Freispielzeit fordert die Kinder auf ganz natürliche Weise heraus, mit anderen zu kommunizieren:

  • Bei Rollenspielen in der Puppen– oder Bauecke
  • Bei Gesellschaftsspielen am Tisch
  • Bei gemeinsamen Mahlzeiten

Die unterschiedlichen Formen des Dialektes werden bei uns akzeptiert und wertgeschätzt ebenso wie Kinder, die einen Migrations- oder Flüchtlingsstatus haben. Spracherziehung ist ein fester Bestandteil unserer täglichen Arbeit und trägt dazu bei, dass die Kinder:

  • Freude haben, sich mitzuteilen
  • ihren Wortschatz erweitern
  • sich sprachlich ausdrücken und Handlungszusammenhänge schildern können
  • frei sprechen vor einer Gruppe
  • lernen, anderen zuzuhören
  • einfach Spaß an Sprache haben
  • gezielt durch intensiv Sprachförderung die deutsche Sprache erlernen

2.4. Mathematische Bildung

Mathematische Grunderfahrungen fliesen ganz unbemerkt in den Alltag der Kinder mit ein. Geometrische Formen, Umgang mit Zahlen und Mengen, Zeitabläufe und der erste Umgang mit Geld sind Dinge, die den Kindern überall fast täglich begegnen. Ziel unserer mathematischen Bildung ist es, den Kindern ihrem Alter entsprechend, mathematische Inhalte sinnlich erfahrbar zu machen und darauf aufbauend, die Förderung der Fähigkeit diese Inhalte auch sprachlich auszudrücken.

Geometrische Formen und die Raum – Lage – Beziehung begegnen und erlernen die Kinder im Kindergartenalltag z.B.:

  • im Morgenkreis (die Kreisform erleben und wahrnehmen)
  • durch unterschiedlichstes Spielmaterial:
    • Fädelmaterial(Kugeln, Quadrate…)
    • Puzzles
    • Konstruktionsmaterial
    • Bausteine
  • Durch Körperwahrnehmungsspiele und Bewegungsstunden (Begriffe wie oben – unten, vor – hinter werden geschult)

Der Umgang mit Mengen und Zahlen wird gefördert:

  • durch einfache Abzählreime und Zahlenspiele
  • mit dem Abmessen und Wiegen von unterschiedliche Materialien (z.B. beim Kuchenbacken, wer ist der Größte in unserer Gruppe oder wie viele Kinder sind heute da?)

Das Erfassen von Zeitabläufen und Zeitpunkten erfahren die Kinder durch einen klar strukturierten Tagesablauf und immer wiederkehrende feste Punkte wie z.B. der Morgenkreis oder das gemeinsame Frühstück.

2.5. Naturwissenschaft, Technik, Experimente

Das Kind erhält vielfältige Zugänge zu naturwissenschaftlichen Themen. Es hat Freude am Beobachten der belebten und unbelebten Natur, am Erforschen und Experimentieren. Das Kind macht Erfahrungen mit der technischen Umwelt, erfährt im Umgang mit Materialien und Werkzeugen technische und physikalische Wirkungsweisen.

Gemeinsames Experimentieren und Erforschen von Gegebenheiten in Natur und Umwelt fördert die Gruppendynamik und macht alle Kinder zu kleinen Forschern und Entdeckern. Sachkenntnisse und Verstehen von Zusammenhängen bringt den Kindern ihre Umgebung näher und hilft ihnen dabei, sich in der Welt zurecht zu finden.

Wie funktionieren einfache Maschinen oder Gegenstände des täglichen Lebens. Was macht z.B. der Papa in seiner Firma oder was wird in den Firmen in unsrer Nachbarschaft hergestellt. All das interessiert die Kinder und wir wollen ihnen beim Erleben und Erfahren zur Seite stehen. Durch Experimente können mit einfachsten Mitteln schon für kleine Kinder komplexe Thematiken verständlich und kindgerecht dargestellt, ausprobiert, erlebt, erfahren und dann auch verstanden werden.

2.6. Natur- und Umwelterleben

Der Aufenthalt in der Natur gehört zu einem wesentlichen Bestandteil unserer Arbeit. Das Eingebundensein in den jahreszeitlichen Rhythmus und der beständige Kontakt mit der Natur schaffen eine ganzheitliche Erfahrung (tasten, hören, riechen, sehen, schmecken) mit unserer Umwelt. Regelmäßige Wald – u. Wiesentage lassen die Kinder die nahe Umgebung wie Wald, Wiese und See in ihrem natürlichen Jahreskreis erleben. Tier – und Naturbeobachtungen erleben die Kinder in unserer Einrichtung mit allen Sinnen:

  • Am See Kaulquappen beobachten
  • Hören wie die Frösche quaken, die Vögel zwitschern
  • Das Sehen und Erspüren von Herbstlaub im Wald
  • Auf dem zugefrorenen See laufen

Der Besuch beim zuständigen Förster erweitert zusätzlich das Verständnis von Natur. Die Bewegung in freier Natur ist auch ein Gegenpol zu mangelnden Bewegungsräumen und bietet den Kindern, auch durch unwegsames Gelände, die Möglichkeit zur Wahrnehmung des eigenen Körpers.

Fein- und Grobmotorik, Koordination, Ausdauer und Kraft werden gefördert. Durch den Erwerb von Kenntnissen über die Schönheit und Verletzbarkeit der Natur fördern wir die Achtung und Rücksichtnahme auf Gottes Schöpfung und den Schöpfer selbst.

2.7. Kreativität und Kunst

Von Geburt an werden Kinder von ihren Bezugspersonen in sinnlichen Erfahrungen bestärkt, sie wachsen in diese Welt voller unterschiedlichster Eindrücke hinein und interpretieren diese in "künstlerischer Freiheit". Sinneseindrücke intensivieren sich durch Gestik, Mimik und Malerei. Ebenso das Hantieren mit Gegenständen und Materialien. Dadurch entsteht, dass Kinder uns mit ihren bildlichen Äußerungen ihre Sicht der Welt und der Beziehung in ihr zeigen, sie teilen sich uns Erwachsenen mit.

Wir werden dazu aufgefordert, die Bild- und Formsprache zu entziffern und zu erkunden. Dies ist der erste Schritt sich mitzuteilen und zu kommunizieren. Kreativität im Kleinkindalter bedeutet, die Umwelt mit allen Sinnen wahr zu nehmen und mit höherem Alter, durch das gestalten Erlebtes zu verstehen und zu verarbeiten. Dadurch finden sich Kinder in ihrer Umgebung zurecht und lernen sich in die Gruppe einzubringen. Erziehung der sinnlichen Wahrnehmung kann die Kreativität entfalten und fördern. Kinder sollen die unterschiedlichen Materialien und Wergzeuge zur gestalterischen Formgebung kennen lernen und damit umgehen können.

Dazu gehören Beispielsweise:
Bilderbuchbetrachtung, Bildergeschichten, Töne und Musik, Tanz, Farb- und Formkompositionen beinhaltet. In den Lernzwergen und der Vorschule erwerben sie grundlegende Kenntnisse von Farben und Formen. Auch das spielen in der Puppenecke, bietet Gelegenheit kreativ zu werden und in unterschiedliche Charakter zu schlüpfen. Auch in der Malecke gibt es Gestaltungs- und Ausdrucksmöglichkeiten das Erlebte in bildnerischen und handwerklichen Werken festzuhalten.

2.8. Musik und Rhythmik

Schon als Säugling leben Kinder in einer Klangwelt und nehmen akustische Reize stärker wahr als optische Reize. Dazu gehört, dass Kinder gehörte Musik spontan in Tanz und Bewegung umsetzen. Musik und Rhythmik ist ein wesentlicher Punkt unserer Erziehungsarbeit, die als Ziel hat, Freude der Kinder an der Musik zu wecken. Wir möchten den Kindern das Medium Musik als Kontaktmöglichkeit zu Anderen, sowie als individuelle Ausdrucksform zugänglich machen.

Bei der Umsetzung dieses Bildungszieles ist es uns wichtig, die Kinder ganzheitlich durch eigenständiges Erleben und spielerisches Gestalten anzuregen, musikalisch aktiv zu sein. Die Begegnung mit Musik durch gemeinsames Singen und Musizieren unterstützt die Kinder in der Entwicklung ihrer individuellen Persönlichkeitsbildung und schafft Gemeinschaft. Sie entdecken Musik als Medium, um eigene Gefühle und Stimmungen auszudrücken. Bei der Umsetzung von musikalischen Angeboten achten wir auf ganzheitliches Erleben. Dies findet in unserem pädagogischen Alltag ihren festen Platz, durch das Singen im Morgenkreis, die Spiellieder, Turnen mit Musik, Tanzen, Musizieren mit Instrumenten.

Auch die Wahrnehmung des eigenen Körpers und dessen Fähigkeiten werden gefördert und spielerisch weiterentwickelt. Singen im Allgemeinen bildet die Stimme und die Sprache, die Stimme wird als Persönliches Musikinstrument genutzt. Durch die Auseinandersetzung der eigenen Stimme, machen sich Kinder vertraut mit ihrem Instrument und lernen es richtig einzusetzen. Gefühle, wie Freude, Angst und Hass können durch Musizieren und Rhythmik verarbeitet und beeinflusst werden. Musik trainiert aktives Zuhören und die Konzentrationsfähigkeit, da sie sich viele Lieder und deren Melodie einprägen und jederzeit wiedergeben können.

2.9. Bewegung und Sport

Jedes menschliche Verhalten umfasst motorische, emotionale und kognitive Fähigkeiten Aspekte. Nur mit dem einen können de anderen Fähigkeiten erlernt und gefördert werden. Jedes Kind hat das Bedürfnis sich zu bewegen. Durch ihren natürlichen Drang und ihre Freude sich zu bewegen, erwerben sie wisse über ihre Umwelt und lernen diese zu "begreifen". Bewegung zählt zu den grundlegenden Betätigungs- und Ausdrucksformen von Kindern, dadurch erlangen sie Kenntnisse über sich Selbst und den eigenen Körpern. Ausreichende Bewegung stärkt die Leistungsfähigkeit und fördert die Gesundheit.

Bewegungsmangel kann Haltungsschäden begünstigen und negative Auswirkungen auf die körperliche Belastbarkeit, die Ausdauer und die Körperkoordination haben. Für unsere Kinder ist daher täglich herausfordernde Bewegung dringend nötig. Sie stärkt ihr positives Körperbewusstsein und fördert kindliche Entwicklungsprozesse maßgeblich. So wird das Selbstvertrauen in die eigene Person und das Selbstbild wesentlich gestärkt. Soziale Fähigkeiten werden gefördert, z.B. Rücksichtnahme und Kooperationsfähigkeit. Beim Ballspielen, beim Rollerfahren und Wippen gewinnt das Kind unbewusst Einsichten in physikalische Gesetzmäßigkeiten. Es lernt mögliche Gefahren und sein Können realistisch einzuschätzen.

Vor allem im Freien können Kinder ihren Bewegungsdrang ungehindert ausleben und es gibt vielfältige Möglichkeiten zum Sammeln von Wahrnehmungs- und Bewegungserfahrungen. Auch der Turntag der an einem festen Tag einmal in der Woche stattfindet schult weitere Fähigkeiten und Fertigkeiten. An diesem Tag gehen wir in Kleingruppen in unsere Turnhalle. Um die natürliche Bewegungsfreude der Kinder zu fördern ist uns eine vertrauensvolle und wertschätzende Atmosphäre wichtig. Wir machen verschiedene Bewegungsspiele, experimentieren und turnen mit Alltagsmaterialien (Zeitungen, Wolle), Kleingeräten (Ball, Seil, Reifen, usw.), Großgeräten (Sprossenwand, Turn Bank, Matten, Kasten).

2.10. Gesundheit und Ernährung

Bei der gesundheitlichen Bildung und Erziehung sind gesundheitsspezifische Kompetenzen von Bedeutung, wie auch jene Basiskompetenzen, die den angemessenen Umgang mit Mitmenschen, Leistungserwartungen, Misserfolgen und Frustrationen im Alltag betreffen.

Gesundheitliche Bildung und Erziehung sind im Alltag des Kindergartens ein durchgängiges Prinzip. Die Ziele und Inhalte lassen sich weitgehend in alltägliche Situationen und Abläufe integrieren. Dabei ist wichtig, dass Kinder lernen, selbst bestimmt Verantwortung für ihr eignes Wohlergehen, ihren Körper und ihre Gesundheit zu übernehmen. Sie erwerben entsprechendes Wissen für ein gesundheitsbewusstes Leben und lernen gesundheitsförderndes Verhalten. Dies umfasst, Signale des eignen Körpers wahrzunehmen und sich selbst als individuelle Person wahrzunehmen.

Essen soll als Genuss erlebt werden, auch das Grundwissen über gesunde Ernährung und die Folgen ungesunder Ernährung werden, durch das Gesunde Frühstück angeeignet. Auch das Grundverständnis von Hygiene und Körperpflege ist unabdinglich. Dadurch werden Krankheiten Vermindert und das eigene Wohlbefinden gesteigert. Durch eine ganzheitliche Gesundheitserziehung entwickeln die Kinder ein Gespür, was ihnen gut tut und der Gesundheit dient.

Ein wesentlicher Bestandteil in der gesundheitlichen Erziehung ist die Zusammenarbeit mit den Eltern. Dazu gehören beispielsweise die Schutzmaßnahmen beim Auftreten übertragbarer Infektionen oder die Regelung bei einer Verabreichung von Medikamenten. Die Sorge um die Gesundheit der einzelnen Kinder verlangt, den Eltern ausführliche Informationen zu geben und mit ihnen mehrere Abfragen und Ansprachen in Bezug auf ihr Kind während seines Einrichtungsbesuches zu treffen.

3. Alle unter einem Dach

3.1. Die Einrichtung stellt sich vor

Seit Februar 2013 befinden sich die Räumlichkeiten unserer Einrichtung in direkter Nachbarschaft zur Grundschule der Marktgemeinde Heiligenstadt.
Ein Teil der früheren Hauptschule wurde energetisch saniert und in Räumlichkeiten das Haus für Kinder umgebaut.

3.2. Personal

In unserer Einrichtung arbeiten nur qualifizierte Fachkräfte. Hierzu zählen die Erzieher, die eine jeweils 5-jährige Ausbildung absolvieren müssen, Kinderpflegerinnen die eine 2 jährige pädagogische Ausbildung vorweisen müssen und verschiedentlich auch Praktikanten, die einen Sozialberuf erlernen wollen.

Augenblicklich arbeiten in unsrem Haus 12 Erzieher in Voll- und Teilzeit sowie 6 Kinderpflegerin ebenfalls in Voll- oder Teilzeit. Verschiedene Praktikanten aus den unterschiedlichsten Schulen können bei uns Schnupper- und Orientierungspraktika absolvieren. Ebenso bieten wir immer wieder angehenden Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen einen Teil ihrer Ausbildung bei uns im Haus erleben zu können.

3.3. Kinderkrippe

In unseren beiden Krippengruppen werden je 12 Kinder von 0 bis 3 Jahren von einer Erzieherin und einer Kinderpflegerinnen betreut. Grundlage der Krippenarbeit sind vorrangig die Betreuung von Kleinstkindern und die Erfüllung des Bildungsauftrags nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan und dem BayKiBig. Bei uns werden die Kinder in einer geschützten Umgebung liebevoll von ihren Bezugspersonen in enger Kooperation mit den Eltern betreut.

Schwerpunkte der Erziehungs- und Bildungsarbeit in der Kinderkrippe: Im Vordergrund steht der Erwerb von Basiskompetenzen. Als Basiskompetenzen werden grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale bezeichnet, die das Kind befähigen, mit anderen Kindern und Erwachsenen zusammenzuleben und sich mit den Gegebenheiten seiner Umwelt auseinanderzusetzen. Die Kinder haben hier in unserer Einrichtung eine große Übungsplattform um sich darin zu stärken und Basiskompetenzen zu erwerben.

Personale Kompetenz meint die Stärkung und Förderung des Selbstwertgefühls und die Entwicklung von positiven Selbstkonzepten, die Sicherheit im Leben vermitteln sollen. Dies ist Voraussetzung für die Entwicklung von Vertrauen in die eigene Person.

Kognitive Kompetenz wird maßgeblich durch Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und Schmecken erlernt. Indem sich das Kind intensiv durch seine Sinne grundlegendes Wissen aneignet.

Physische Kompetenz erlernt das Kind indem es seinen eigenen Körper wahrnehmen lernt und Bedürfnisse des täglichen Lebens eigenverantwortlich handhaben kann. Zu diesem Kompetenzbereich zählen auch der Erwerb und die Schulung von grob- und feinmotorischen Handlungsabläufen.

Motivale Kompetenz heißt, dass das Kind innerhalb der Grenzen seiner Entwicklung selbst bestimmen kann, was und wie es etwas tun möchte. Ebenso soll das Kind darin bestärkt werden, dass es selbst etwas erreichen kann.

Soziale Kompetenz erlernt das Kind, indem es in einer alters- und geschlechtsgemischten Gruppe betreut wird. Hierbei muss das Kind sich in ein soziales Gefüge (die Gruppe) einfügen, seinen Platz finden und sich in der Gemeinschaft behaupten lernen. Achtung und Respekt des Anderen mit seinen Stärken und Schwächen stehen hierbei im Fokus.

Die Entwicklung von Werten und Werthaltungen ermöglichen dem Kind zu seinen eigenen Einstellungen zu stehen. Grundlegende Werte des christlichen Glaubens und des Lebens in einer Gemeinschaft/ Gemeinde als elementare Stützen für die Identifikation mit einem sozialen Gefüge.

Die Fähigkeit und Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen für das eigene Tun und Handeln gegenüber anderen Menschen, sich selbst und der Umwelt gegenüber.

Die Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe dienen dem Kind zur Vorbereitung auf ein Leben in einer demokratischen Gesellschaft. Durch Mitsprache, Mitgestaltung und Struktur des Gruppenalltags können die Kinder in ein für sie akzeptables Umfeld hineinwachsen.

Lernmethodische Kompetenz ist der Grundstein für ein lebenslanges, selbst gesteuertes Lernen und auch Grundlage für einen bewussten Erwerb von Wissen. Das Kind lernt erworbenes Wissen zu analysieren, anzuwenden und auf andere Situationen zu übertragen.

Resilienz (Widerstandsfähigkeit) ist die Grundlage für die positive Entwicklung des Kindes, seiner Gesundheit und seines Wohlbefindens. Ebenso ist sie der Grundstein für einen kompetenten Umgang mit individuellen, familiären und gesellschaftlichen Veränderungen und Belastungen.

Die Kinderkrippe ist eine zuverlässige Betreuungsform für Kleinstkinder. Die Kinder bekommen die Möglichkeit, frühzeitig soziale Kontakte in einem Gruppengefüge zu erlernen. Die großzügig gestaltete Umgebung und das pädagogische Personal bieten Anregungen und Entwicklungsanreize. Altersgemischte Gruppen ermöglichen Erfahrungen mit älteren oder jüngeren Kindern, die unterschiedliche Positionen und Rollen einnehmen. Eltern haben die Möglichkeit zum Austausch mit dem Fachpersonal und mit anderen Eltern. Eltern haben kompetente Ansprechpartner in Erziehungsfragen und Familienfragen. Gegenseitiges Vertrauen, Wertschätzung und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erziehern, bilden die Grundlage für die bestmögliche Begleitung der Kinder während ihrer Entwicklung.

Den Spracherwerb erarbeiten wir hier über das Erzählen von Geschichten, Vorlesen von Bilderbüchern, Versen, Reimen, kleinen Liedern und Fingerspielen. Durch das gemeinsame Singen und Musizieren werden die Kinder spielerisch im Spracherwerb unterstützt und so auch gezielt gefördert. Gerade durch das rhythmische Erleben über den ganzen Körper findet auch ein ganzheitlicher Lernprozess statt. Singen in der Gemeinschaft mit anderen ist wichtiger Bestandteil in unserem Tagesablauf und einer der Eckpfeiler der pädagogischen Arbeit in der Kinderkrippe.

Das schöpferische Tun soll angeregt werden, indem wir das Kind in seiner Neugierde Lust und Freude etwas zu schaffen unterstützen. Durch den Einsatz von verschiedensten Gestaltungsmaterialien und Gestaltungstechniken erwerbend die Kinder ihre eigene Form der Ästhetik. Wir schätzen die Arbeiten der Kinder wert und freuen uns gemeinsam über Tolle Ergebnisse.

Wir vermitteln den Kindern die Grundlagen des christlichen Glaubens, lernen jedes Individuum zu achten und wertzuschätzen. Wir staunen vor der großen Schöpfung und Gottes Werk, lernen Geschichten aus der Bibel kennen und beteiligen uns an Festen und Geschehnissen in unserem Kirchenkreis und der Kirchengemeinde.

Wir wollen motorische und koordinative Fähigkeiten und Fertigkeiten die das Kind erlernt vertiefen und anregen. Die Fein- und Grobmotorik der Kinder wird durch verschiedene Tätigkeiten und Spiele geschult und gefördert. Die Kinder erkennen eigene körperliche Grenzen und erweitern diese durch stetes Üben.

Wir wollen den Kindern einen positiven Umgang mit Lebensmitteln vermitteln. Den Umgang mit Hygieneartikeln und Fertigkeiten zur eigenen Körperpflege erlernen. Zähneputzen sowie die Sauberkeitserziehung stehen hierbei im Vordergrund unseres Tuns. Die Kinder erleben die Natur und Umwelt vorrangig anhand von Tier- und Pflanzenwelt. Wir wollen Freude an der Natur vermitteln.

Experimente mit verschiedenen Naturmaterialen, Bausteinen, Mengen, Formen, Größen, Zahlen, Buchstaben, Farben, Matschen, Spielen mit Wasser, etc

Tagesablauf Kinderkrippe:
07:00 – 08:30 Bringzeit für die Kinderkrippe/ Spielezeit
08:30 – 09:30 Spielkreiszeit, Freispiel, gezielte Angebote
09:30 – 09:45 Morgenkreis
09:45 – 10:15 Gemeinsame Mahlzeit
10:15 – 10:45 Körperpflege, Hygiene, Wickeln, Zähneputzen
10:45 – 11:45 Zeit für gezielte pädagogische Angebote oder Aktivitäten
11:45 – 12:15 Mittagessen
12:30 – 14:00 Mittagsruhe/ Mittagsschlaf
14:00 – 16:00 Spielezeit mit Nachmittagssnack

3.4. Kindergarten

Unsere Kindertagesstätte umfasst vier Kindergartengruppen. Hier werden Kinder im Alter von 2 Jahren bis zum Schuleintritt betreut. Eine Erzieherin und eine Kinderpflegerin kümmern sich um die Kinder Der Kindergarten gilt in der Regel als Einrichtung für Kinder, die das dritte Lebensjahr vollendet haben. Da der Bedarf, bereits jüngere Kinder in den Kindergarten zu integrieren gestiegen ist, wurde das Betreuungsangebot erweitert und es werden bereits Kinder mit zwei Jahren aufgenommen. Der Kindergarten ist eine Form der Kindertagesbetreuung, die dem in den Gesetzen verankerten Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag folgt. Er ist ein familienergänzendes Organ, indem er den Kindern erweiterte und umfassendere Erfahrungs- und Bildungsmöglichkeiten über das familiäre Umfeld hinaus bieten Schwerpunkte in der Erziehungs- und Bildungsarbeit:

Miteinander mit Kleinen und Großen: „Miteinander – Füreinander“ Dem einzelnen Kind erschließt sich in unseren altersgemischten Kindergartengruppen von 2 -6 Jahren ein sehr großes Lernfeld. Die Jüngeren lernen sehr stark durch die Vorbildfunktion der Älteren und erfahren schon sehr bald Annahme und Akzeptanz in einer Gruppe. Die älteren Kinder lernen Rücksicht und Verständnis den Jüngeren und Schwächeren gegenüber und nehmen sich und ihre Umwelt bewusster wahr und werden in ihrem Selbstwert gestärkt. Auch das Selbstbewusstsein der älteren Kinder wird durch die weitergebe der ihnen vertrauten Gruppenregeln, des Alltags und der Gruppenstrukturen gestärkt.

Auch die Jüngsten haben bei uns Platz Bereits Kinder ab 2 Jahren werden in die Kindergartengruppen integriert. Sie werden unter Berücksichtigung ihres frühkindlichen Spiel- und Sozialverhaltens ganz individuell an den Kindergartenalltag herangeführt. Wir unterstützen die Kinder und auch die Eltern bei der Eingewöhnung in unsere Tageseinrichtung, hierzu dienen dafür vorgesehene Schnuppertage. Eine freundliche Aufnahme von neuen und sehr jungen Kindern in die einzelnen Gruppen wird somit erleichtern. Gesprächsbereitschaft mit den Eltern und eine individuelle Begleitung bei Neu – Einsteigern, die den allgemeinen Kindergartenalltag, ist für uns selbstverständlich. Kinder mit 2 Jahren können noch „Wickelkinder“ sein.

Bildungsangebote und Lernfelder, die wir gemeinsam begehen Für uns als Kindergartenteam ist es wichtig, die Kinder in überschaubare Gruppen aufzuteilen um ihnen damit den Geborgenheit durch ein vertrautes Umfeld zu geben. Zusätzlich können die Kinder, durch eine begrenzte Anzahl von festen Bezugspersonen, Vertrauen aufbauen, stark werden und gezielte Förderung erhalten. Dadurch sind auch die Ansprechpartner in Erziehungsfragen für die Eltern klar definiert und geben ihnen Sicherheit. Der zuständige Erzieher hat somit die Möglichkeit Kinder und Eltern während der gesamten Kindergartenzeit zu begleiten. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit der Begegnung der Gruppen oder Einzelner untereinander, indem sich Kinder unterschiedlicher Gruppen während des Kindergartentages besuchen.

Die gezielte Förderung der Lernzwerge Lernzwerge sind in unserer Einrichtung die Kinder, welche im darauf folgenden Jahr zu den Vorschulkindern zählen. Die Vorbereitung auf die Schule beginnt für uns bereits mit dem Eintritt in unsere Kindertagesstätte. Die Förderung der Selbständigkeit, Gruppenerfahrungen, Sprachförderung, motorische Kompetenz gehören ebenso zur Schulvorbereitung wie das Einüben kognitiver Fähigkeiten. Basiskompetenzen, wie Kommunikations-– und Konfliktfähigkeit und der feinmotorische Umgang mit Stiften, Schere und Kleber sind Förderbereiche, die sich nicht erst auf das letzte Jahr beschränken. Die Lernzwerge werden spielerisch auf die Vorschule vorbereitet. Durch kleine Arbeitsblätter lernen die Kinder Arbeitsanweisungen umzusetzen und machen sich hier bereits mit der Stifthaltung vertraut.

Die Gezielte Förderung der Vorschulkinder Speziell im Jahr vor der Einschulung werden die Kinder unserer Einrichtung noch gesondert gefördert. Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule soll ihnen dabei so leicht und positiv wie möglich gemacht werden. Das „Würzburger Trainingsprogramm“ bringt den Kindern den Umgang mit Wörtern, Anlauten, Reimen und Silben näher und erleichtert den zukünftigen Schulkindern das Lesen und Schreiben lernen. Durch gezielte und themenbezogene Arbeitsblätter lernen die Kinder selbständiges Arbeiten und haben Begegnung mit der Schriftkultur. Es ist uns ein großes Anliegen, die Vorfreude der Kinder auf die Schule zu unterstützen und zu fördern.

Gruppenübergreifende Angebote Unsere Tageseinrichtung ist trotz fest eingeteilter Gruppen offen für ein gruppenübergreifendes Arbeiten. Für jeden Mitarbeiter ist die ganzheitliche Verantwortung für alle Kinder z.B. im allgemeinen Garten oder bei gemeinsamen Ausflügen selbstverständlich. Das Vorbereiten und die Durchführung folgender Veranstaltungen geschehen gemeinsam und gruppenübergreifend:

  • Ernte-Dank- Feier
  • Martinsumzug
  • Nikolaus – und Weihnachtsfeier
  • Sommerfest
  • Ausflüge
  • Vorschulübernachtung

Für alle Kinder gibt es die Möglichkeit „Freunde“ aus anderen Gruppen zu besuchen. Auch alle Räumlichkeiten und das gesamte Personal sind für die Kinder bekannt und werden mit der Zeit vertraut.

Rituale im Alltag Rituale und immer wiederkehrende Alltagsbegebenheiten bieten den Kindern Sicherheit und vermitteln ein vertrautes Umfeld. Es ist uns wichtig, die Kinder am Morgen persönlich zu begrüßen und dadurch jede individuelle Stimmung der Kinder aufzunehmen. Der Morgenkreis gibt den Kindern Struktur und Orientierung für den Tagesablauf, da hier gemeinsam mit den Kindern besprochen wird was sie an diesem Tag erwartet. Jedes Kind wird dabei wahrgenommen und aktuelle Probleme können dabei angesprochen und bearbeitet werden. Das Gebet vor dem gemeinsamen Essen lenkt den Blick der Kinder auf den Schöpfer, von dem alles kommt und sie lernen, nicht alles als selbstverständlich anzusehen. Die Verabschiedung beim nach Hause gehen schließt die persönliche Begegnung mit dem einzelnen Kind ab. Als besonderes Ritual empfinden alle Kinder ihre persönliche Geburtstagfeier. Mit Geburtstagslied, Geschenk und Gebet möchten wir den Kindern vermitteln, dass sie einmalig und wertvoll sind. Das Kind darf an diesem Tag in besonderer Weise die Freude über sein Dasein erleben.

Tagesablauf Kindergarten:
07:00 – 08:30 Bringzeit für die Kindergartenkinder/ Spielzeit
08:30 – 09:30 Spielzeit, gezielte Angebote
09:30 – 09:45 Morgenkreis
09:45 – 10:30 Gemeinsame Mahlzeit
10:30 – 12:00 gezielte Angebote
12:00 – 12:30 Abholzeit/ Spielzeit
12:30 – 13:00 Mittagessen
13:00 – 16:00 Spielzeit oder evtl. gezielte Angebote
Der Tagesablauf kann in jeder einzelnen Kindergartengruppe variieren und unterschiedlich sein.

3.5. Hort

Der Hort ist eine familienergänzende und -unterstützende Tageseinrichtung für Schulkinder.

Unsere Horteinrichtung bietet Platz für 75 Kinder. Der Personalbedarf richtet sich nach den angemeldeten Kindern und wird schwerpunkmäßig von pädagogischen Fachkräften gedeckt. Auch SPS- und Berufspraktikanten bekommen hier immer wieder die Möglichkeit, ihre Ausbildung wahrzunehmen.

Der Hort ist seit 2006 in Betrieb und nach einigen Umbaumaßnahmen seit September 2010 schon im Gebäude der Grundschule Heiligenstadt untergebracht. Seit September 2017 arbeiten wir mit einem offenen Raumkonzept.

Der Hort ist eine familienergänzende und -unterstützende Tageseinrichtung für Schulkinder.

Als ein Angebot der Tagesbetreuung von Schulkindern hat der Hort einen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag, der die Entwicklungsförderung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zum Ziel hat. Die ganzheitliche Förderung von Schulkindern setzt eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Familien und eine enge Kooperation mit der Schule voraus. Ebenso versteht sich der Hort als pädagogische Einrichtung, in der dem Kind sinnvolle Freizeitgestaltung angeboten und Gelegenheit zur Erledigung von Hausaufgaben gegeben wird.

Der Hort soll zu einem Lebens- und Erfahrungsraum für die Schulkinder werden, der zwischen Elternhaus und Schule eine weitere Instanz darstellt.

Durch das Auflösen der Gruppenstrukturen und die offene Arbeit ermöglichen wir den Kindern, im Gegensatz zu dem leistungsorientiertem und fremdbestimmten Lernen des schulischen Vormittages, freiere Gestaltungsmöglichkeiten und mehr Selbstbestimmung. Ziel der offenen Arbeit ist für uns, das Streben der Kinder nach Unabhängigkeit und Eigenverantwortung zu unterstützen, ihnen alle denkbaren Chancen einzuräumen, sich in der Gemeinschaft wohl zu fühlen, sich nützlich zu machen und wirksam zu sein. Ebenso ist uns wichtig, Erfahrungsräume für die Kinder zu schaffen, in denen geübt werden und zunehmend gelingen kann, Handlungsspielräume auszudehnen und sie in Abstimmung mit anderen Menschen verantwortlich zu nutzen. Die Kinder entscheiden und bestimmen selbst über ihren Tagesablauf, die Raumnutzung, das Spielangebot und den Kontakt zu den Erziehern.

Die Eltern werden über alle wesentlichen Angelegenheiten und Aktivitäten in Form von Elternbriefen und Informationsschreiben unterrichtet. Aushänge an der Gruppentüre, Tür- und Angelgespräche sowie terminlich vereinbarte Elterngespräche ermöglichen einen fließenden Austausch über den Entwicklungsverlauf des Kindes.

Schwerpunkte der Erziehungs- und Bildungsarbeit im Hort

Die Kinder lernen im Hort:

  • sich selbst und andere annehmen lernen, mit all ihren Stärken und Schwächen
  • eigene Bedürfnisse erkennen und mitteilen können
  • Initiative und Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten bekommen und ausdrücken lernen
  • lernen, Verantwortung für eigenes Tun und Handeln zu übernehmen
  • alltägliche Erfahrungen und sich daraus ergebende Fragen und Probleme aufarbeiten können
  • eigene Grenzen erkennen und mit Misserfolgen umgehen lernen
  • Konfliktlösungsstrategien entwickeln lernen
  • sich mit der Umwelt auseinandersetzen
  • sich dem natürlichen Entdecker- und Erforscherdrang hingeben
  • Freundschaften schließen und pflegen
  • Gemeinschaftssinn entwickeln
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Interkulturelle Kompetenzerweiterung
  • Gewaltfreie Konfliktbewältigung
  • Verantwortungsübernahme
  • Mitbestimmung in einer demokratischen Umwelt
  • Geschlechtsspezifische Projekte
  • Natur- und Umwelterfahrungen
  • Umgang mit den verschiedensten Medien lernen
  • Spiel und Bewegung
  • Gezielte Angebote
  • Projektarbeiten über einen längeren Zeitraum
  • Feste und Feiern
  • Religiosität

Unterstützend zu diesen Zielen sehen wir das:

„Offene“ Raumkonzept:
Unsere Horträume sind im und am Schulhaus verteilt und mit dem offenen Konzept zu Funktionsräumen umgestaltet worden. Das entspricht mehr den Bedürfnissen der Kinder, sich frei zu bewegen, ihre Zeit selbst zu bestimmen und sich mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen.

Den Kindern stehen folgende Räume zur Verfügung:

  • Spielezimmer/ Anmeldung im Erdgeschoss der Schule
  • Restaurant im Erdgeschoss der Schule
  • Hausaufgabenraum/ Bibliothek im Container vor der Schule
  • Bau- und Forscherraum im Untergeschoss
  • Turnhalle(2x wöchentlich Sportangebote)
  • Aula der Schule
  • Außenanlagen der Kita/ Pausenhof
  • Nach Absprache können auch der Werkraum und die Lernwerkstatt der Schule als Kreativraum genutzt werden

Tagesablauf Kinderhort:
07:00 – 7:45 Uhr Frühdienst in den Räumen der Kita
11:20 Uhr Ankommen der ersten Kinder
12:30 Uhr Erstes gemeinsames Mittagessen
11:30 Uhr Beginn der ersten Hausaufgabenzeit
13:05 Uhr Ankommen der letzten Kinder
13:15 Uhr Zweites gemeinsames Mittagessen
13:40 Uhr Beginn der zweiten Hausaufgabenzeit
Freie Zeit für die Kinder jeweils vor und nach den Hausaufgaben
Abholzeiten ab 15:00 Uhr


In den Ferien findet ebenfalls Betreuung statt. Hierbei werden Aktionen von Kindern und Erziehern gemeinsam geplant und durchgeführt, wie etwa:
Wanderungen, Besuch von Museen, Schwimmbad, Schnitzeljagd, Kreativ- oder Musikworkshops und verschiedenste Sportangebote, um nur einige zu nennen.

3.6. Kooperation Grundschule

Die Vorbereitung auf die Schule beginnt für uns bereits mit dem Eintritt in unsere Tageseinrichtung. Die Förderung der Selbständigkeit, Gruppenerfahrungen, Sprachförderung, motorische Kompetenz gehören ebenso zur Schulvorbereitung wie das Einüben kognitiver Fähigkeiten. Basiskompetenzen, wie Kommunikations-– und Konfliktfähigkeit und der feinmotorische Umgang mit Stiften, Schere und Kleber sind Förderbereiche, die sich nicht erst auf das letzte Jahr beschränken. Speziell im Jahr vor der Einschulung werden die Kinder unserer Einrichtung noch gesondert gefördert. Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule soll ihnen dabei so leicht und positiv wie möglich gemacht werden.

Das „Würzburger Trainingsprogramm“ bringt den Kindern den Umgang mit Wörtern, Anlauten, Reimen und Silben näher und erleichtert den zukünftigen Schulkindern das Lesen und Schreiben lernen. Durch gezielte und themenbezogene Arbeitsblätter lernen die Kinder selbständiges Arbeiten und haben Begegnung mit der Schriftkultur. Es ist uns ein großes Anliegen, die Vorfreude der Kinder auf die Schule zu unterstützen und zu fördern. Gegenseitige Besuche und das Erkunden des Schulhause vor der Einschulung schaffen Nähe und Vertrauen in die Örtlichkeiten, erste Kontakte mit den Lehrkräften werden hergestellt und durch diverse Projekte, auch in Zusammenarbeit mit den Horterziehern, wird die Schule ein Teil der Erlebniswelt der Vorschulkinder.

Starke Verknüpfungen entstehen für die Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung durch regelmäßige Besuche in der Grundschule. Durch die kontinuierliche Begleitung einer Lehrkraft und einer Erzieherin aus dem Hort fassen die Kinder sehr schnell Vertrauen in die neue Erlebniswelt „Schule“, erleben in kleinster Form Schulalltag, lernen die Räumlichkeiten kennen, und knüpfen erste Kontakte zu den Horterziehern. Einmal wöchentlich gehen die Kinder zu einer kleinen Einheit in die Schule. Inhaltlich werden die Kinder dabei, in Zusammenarbeit und Absprache mit den Kindegarten-Erziehern, altersentsprechend gefördert. Für Kinder mit starken sprachlichen Defiziten, oder Migrationshintergrund, steht eine Zusatzförderung über den Deutschvorkurs bereit. Auch dieser wird in Kooperation von Erziehern und Lehrern gestaltet und durchgeführt.

4. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften

Wenn Kinder ko-konstruktiv lernen, also in der Interaktion mit anderen Kindern und Erwachsenen, sind Eltern und Erzieher/innen Ko-Konstrukteure der kindlichen Entwicklung - neben dem Kind selbst. Was läge also näher, als dass sich diese Erwachsenen über das jeweilige Kind, über seine Erziehung und Bildung austauschen? Was läge näher, als dass sie sich bei ihren Bemühungen wechselseitig unterstützen?

Gerade vor dem Hintergrund, dass der erzieherische und bildende Einfluss von Eltern und Erzieher/innen mit zunehmendem Alter der Kinder schwindet, scheint eine Kooperation zwischen den Erwachsenen unverzichtbar zu sein: Gemeinsam ist man stärker! Wenn alle miteinander kooperieren, können sie die kindliche Entwicklung am besten beeinflussen. Für diese Art der Zusammenarbeit hat sich in den letzten Jahren immer mehr der Begriff der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft durchgesetzt.

4.1. Elternarbeit

Eltern sind die „natürlichen“ Erzieher, die vorrangigen Bezugspersonen und Spezialisten für ihr Kind. Wir streben eine Erziehungspartnerschaft zum Wohle der Kinder an. Das Gespräch und der Austausch über Erziehungsziele und Erziehungsstile sind uns sehr wichtig. Die Einrichtung ist schon bei der Anmeldung der Kinder zum „reinschnuppern“ offen. Ein Informationsabend zum Einstieg für die Eltern und Schnuppertage für die Kinder sollen den Kindergartenstart für alle erleichtern. Gerade in der Kinderkrippe bei den Kleinsten liegt hier noch einmal ein Schwerpunkt um einen möglichst sanften Übergang von Elternhaus in die Einrichtung zu gewährleisten. Hierfür ist besonders viel Zeit von Nöten.

Die Eltern werden in regelmäßigen Elternbriefen über das Gruppengeschehen informiert. Nach terminlicher Absprache können Einzelgespräche über den Entwicklungsstand des Kindes, Wünsche der Eltern und Austausch zur optimalen Zusammenarbeit wahrgenommen werden. Die Reflektion nach neuen und größeren Veranstaltungen führen wir mit Elternbefragungen durch. Mit kleinen Veranstaltungen wollen wir die Kindergartenarbeit für die Eltern transparent werden lassen.

Durch themenbezogene Elternabende mit Fachreferenten stehen wir den Eltern als Erziehungspartnern zur Seite. Das Mitwirken bei größeren Veranstaltungen wie z.B. Sommerfest oder Martinsumzug fördert die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Personal zum Wohle der Kinder. Wir verstehen uns als Erziehungs- und Bildungspartner, die unter Berücksichtigung jeder individuellen Familiensituation bestrebt sind, das Bestmöglichste für das uns anvertraute Kind zu erreichen.
4.1.1. Elternbeirat
Der Elternbeirat unserer Einrichtung setzt sich zusammen aus zehn, von der Elternschaft gewählten Vertretern. Die Elternvertreter übernehmen die Mittlerrolle zwischen Elternschaft und Haus für Kinder.

Gemeinsam werden Feste und Aktivitäten geplant, besprochen und durchgeführt, wobei die Elternbeiräte die Elternschaft immer zur Mitarbeit benötigen. Die Elternvertreter werden für jedes beginnende Einrichtungsjahr neu von der gesamten Elternschaft vorgeschlagen und für eine Amtszeit gewählt.
4.1.2. Elternabende
Elternabende bilden neben Elterngesprächen die klassische Form der Elternarbeit im Kindergarten. Sie dienen in der Regel der Information über die pädagogische Arbeit oder der Elternbildung, wenn z.B. Erziehungsfragen thematisiert oder entwicklungspsychologische Erkenntnisse vermittelt werden. Elternabende können mit allen Eltern oder auf der Ebene der Gruppe durchgeführt werden. Erstere sind effizienter, weil mehr Personen erreicht werden und die Vorbereitungszeit für das Team kürzer ist. Letztere sind intimer, da sich die Eltern auf der Gruppenebene meist etwas besser kennen und in einer Kleingruppe eher aus sich herausgehen und offener Informationen und Erfahrungen austauschen. Generell lassen sich vier Arten von Elternabenden unterscheiden:

  1. Elternabende mit einer externen Referentin/ einem Referenten:
    Diese/r referiert zu einem vorgegebenen Thema, anschließend diskutieren die Eltern mit ihr/ihm, wobei in der Regel die Einrichtungsleitung die Diskussionsleitung übernimmt.
  2. Elternabende mit der/dem Kindergartenleiter/in oder einer/m Erzieher/in als Vortragende/n:
    In der Regel wird zuerst ein Referat - entweder als "klassischer" Vortrag oder in der Form kommentierter Folien, Plakate, Wandzeitungen, Dias usw. gehalten und anschließend darüber diskutiert.
  3. Elternabende als Gesprächskreis:
    Hier wird auf ein Referat verzichtet, sondern von Anfang an das Gespräch mit den Eltern gesucht bzw. der Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen ihnen stimuliert. Vorteile sind, dass Eltern an einer solchen Diskussion sehr interessiert sind und dass keine Langeweile entsteht, da sie von Anfang an einbezogen und beteiligt sind. So werden mehr Erfahrungen, Meinungen und Gefühle geäußert, beteiligen sich mehr Eltern am Gespräch, profitiert der Einzelne mehr.
  4. Elternabende mit Kleingruppenarbeit:
    Hierbei wird besonders großer Wert auf den Erfahrungsaustausch zwischen den Eltern gelegt. Nach der Begrüßung und der Einführung in die Thematik teilen sich die Eltern (auf die Gruppenräume ihrer Kinder) auf, um in Kleingruppen vorgegebene Themen zu diskutieren. Beispielsweise können sie sich mit Materialien beschäftigen, mit denen ihre Kinder am gleichen Tag gespielt haben, und herausarbeiten, was die Kinder dabei gelernt haben. Oder sie können sich mit der Bedeutung des (Rollen-) Spiels befassen, über die Bedeutung von Kindheitserfahrungen sprechen oder Erziehungsfragen behandeln.
4.1.3. Elterngespräche
Tür- und Angel-Gespräche
Eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft setzt voraus, dass Eltern, Erzieher/innen und Lehrer/innen einander gut kennen und viel miteinander kommunizieren. Diese Vorbedingung ist eher in Kindertageseinrichtungen gegeben: Wenn Mütter und Väter jeden Tag zum Gruppenraum kommen, um ihr Kind zu bringen bzw. abzuholen, ergeben sich automatisch Kontakte zu den Erzieher/innen. Hier wird die große Bedeutung der Tür- und Angel-Gespräche augenscheinlich: Sie sind die Basis der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft.

Hinzu kommt, dass es in Kindertagesstätten - im Gegensatz zu Schulen - zahlreiche Gruppenangebote für Eltern und viele gemeinsam gefeierte Feste gibt, die ein wechselseitiges Kennen lernen erleichtern. Dies gilt vermehrt für Einrichtungen, in denen Eltern während der Eingewöhnung ihres Kindes präsent sind oder jederzeit hospitieren können.

Termingespräche
Das Kernstück der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft an Kindertageseinrichtungen und Schulen ist das individuelle Elterngespräch, das möglichst zweimal im Jahr stattfinden und mindestens eine halbe Stunde - besser eine volle Stunde - dauern sollte. Nur hier können sich Erzieher/innen und Eltern ausführlich über die Entwicklung, Erziehung und Bildung des jeweiligen Kindes austauschen. Mütter und Väter wollen wissen, wie sich ihr Kind in der Gruppe bzw. der Klasse verhält, ob es gut lernt, ob es Freunde hat, ob es glücklich ist und wie seine Gesamtentwicklung beurteilt wird.

Erzieher/innen können nur davon profitieren, wenn sie beim Erstgespräch von den Eltern erfahren, wie sich das jeweilige Kind bisher entwickelt hat, über welche Stärken es verfügt und wo Schwächen auszugleichen sind. Termingespräche setzen voraus, dass die Erzieher/innen zuvor das Kind genau beobachtet haben und somit fundiert über seine motorische, soziale, kognitive, emotionale und Sprachentwicklung Auskunft geben können.

Problemgespräche
Bei Elterngesprächen, bei denen es um Verhaltensauffälligkeiten, Fehlentwicklungen, schlechte Schulleistungen oder die Gefahr des Sitzenbleibens geht, bewährt es sich, wenn bereits eine Erziehungs- und Bildungspartnerschaft besteht. Dann kennen sich die Erzieher/innen und Eltern schon relativ gut, haben eine Vertrauensbasis aufgebaut und wissen, dass die jeweils andere Seite am Wohl des betroffenen Kindes und an einer Zusammenarbeit interessiert ist. So sind die Ängste vor einem "Problemgespräch" geringer ausgeprägt.

4.2. Zusammenarbeit mit Fachdiensten und Fachkräften

Wir haben hier im Haus die Möglichkeit auf eine Vielzahl von ergänzenden Fachkräften und Fachdiensten zurückgreifen zu können. Bei einem besonderen Förderbedarf für das einzelne Kind wenden wir uns zur Diagnostik an Kinderärzte, Frühförderstellen und Spezialisten.

In Kooperation wollen wir die Kinder bestmöglich fördern und fordern um mögliche Defizite auszugleichen und zu beseitigen. Der direkte Austausch mit Kinderärzten, Therapeuten (Logopäden, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten) und heilpädagogischen Fachkräften dient einzig und allein der optimalen Entwicklung der Kinder.

4.3. Vernetzung Grundschule

Regelmäßige Treffen zwischen Kindergarten und Grundschule um sich über die zukünftigen Schulkinder auszutauschen und nach Schuljahresbeginn zurückzumelden wie der Einstieg für die Schulanfänger gelaufen ist und/ oder welche Problematiken in den ersten Wochen auffällig geworden sind.

4.4. Kontakt mit Jugendämtern und Behörden

Als Einrichtung sind wir dazu verpflichtet mit den uns übergeordneten Ämtern und Behörden von Kreis und Bezirk zusammenzuarbeiten. Von Fragen zu finanziellen Hilfeleistungen über Kostenübernahmen bei Therapiebedarf bis hin zu Fällen von Kindeswohlgefährdung sind wir den Jugendämtern oder der Bezirksregierung meldepflichtig.

4.5. Ausbildungsbetrieb

Unser Haus ist auch ein klassischer Ausbildungsbetrieb. Bei uns können junge Menschen ein Teilstück ihrer Ausbildung in einem sozialpädagogischen Beruf ableisten. Wir bieten die Möglichkeit zu diversen Praktika während der Berufsorientierungszeit in den weiterführenden Schulen oder Universitätsstudiengängen. Ebenso stellen wir Vor- und Berufspraktikanten nach Bedarf ein, die ihre Ausbildung an einer Fachakademie für Sozialpädagogik machen.

5. Schlüsselprozesse für Bildungs- und Erziehungsqualität sowie Qualitätssicherung der Arbeit in der Einrichtung

Schlüsselprozesse sind diejenigen zentralen Prozesse, die zur Erstellung und Abnahme der für die Organisation spezifischen Bildungsangebote und Dienstleistungen führen. Schlüsselprozesse liegen quer zu den jeweiligen Funktionsstellen und Aufgaben und beziehen sich auf Arbeitsabläufe der Gesamtorganisation. Die Klärung der Schlüsselprozesse dient der Transparenz, der Verfahrens- und Rechtssicherheit, der Verlässlichkeit, Verbindlichkeit und Eindeutigkeit. So wird untereinander abgestimmtes, kooperatives Handeln innerhalb der gesamten Einrichtung gesichert.

5.1. Übergänge gestalten und begleiten

Vom ersten Tag eines Kindes in der Krippe oder im Kindergarten bis es die Einrichtung wieder verlässt, werden auch die Eltern ein wichtiger und tragender Teil des Betriebes. Über mehrere Jahre gibt es viele gemeinsame Begegnungen, Aktivitäten und Gespräche.

Ob das Kind von zu Hause in die Krippe, von der Krippe in den Kindergarten oder vom Kindergarten in die Schule kommt, es sind immer einschneidende Veränderungen, die erhöhte Lernerfahrungen mit sich bringen, und so die persönliche Entwicklung voran bringen. Einerseits können Verunsicherung und Angst vorhanden sein, andererseits aber auch Neugier und Vorfreude auf das Neue. Gelungene Übergänge stärken das Kind und führen zu Selbstvertrauen, Gelassenheit und Flexibilität.

Mit der Aufnahme in die Einrichtung hält sich ein Kind oft zum ersten Mal ohne seine Eltern in einer neuen Umgebung auf. Das Kind verbringt künftig einen bedeutsamen Teil seines Alltags in der Krippe. Für die Eltern ist es vielleicht der erste Kontakt mit einer Einrichtung, der sie ihr Kind anvertrauen, d.h. auch für die Eltern ist es ein großer Schritt ihr Kind ein Stückchen los zu lassen. Neue Erfahrungen sammeln, Beziehungen zu anderen Kindern und Erwachsenen knüpfen und seinen Platz in der Einrichtung finden – in dieser Herausforderung liegen bereichernde und entwicklungsfördernde Möglichkeiten für das Kind. Dazu braucht es eine liebevolle Atmosphäre von Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit.

Zielsetzungen beim Gestalten von Übergängen:
  • Das Kind kommt gerne in die Einrichtung
  • Der positiv erlebte Start ist die Basis für das dauerhafte Wohlbefinden des Kindes in der Einrichtung.
  • Erste positive Beziehungen der Erzieherinnen zum Kind und der Gruppe zum Kind werden aufgebaut.
  • Der Übergang in die Einrichtung wird sanft gestaltet und nicht als Trennung, sondern als Erweiterung des kindlichen Umfeldes erlebt.
  • Die Eltern sind willkommen. Sie fühlen sich wohl in der Einrichtung. Die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit wird gelegt.

5.2. Partizipation

Der Begriff der Partizipation „meint als Sammelbegriff sehr verschiedene Arten und Formen der Beteiligung …, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung und Mitbestimmung, wobei auch Funktion, Umfang und Begründung der Partizipation sehr unterschiedlich sein können. Partizipation wird in Zusammenhang gebracht mit Prozessen der Demokratisierung und Emanzipation …. „Partizipation bedeutet nicht, „Kinder an die Macht“ zu lassen, oder „Kindern das Kommando zu geben“.

Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. Kinder sind dabei nicht kreativer, demokratischer oder offener als Erwachsene, sie sind nur anders und bringen aus diesem Grunde andere, neue Aspekte und Perspektiven in die Entscheidungsprozesse hinein.

5.3. Beobachtung und Dokumentation

Die Grundlage pädagogischen Handelns ist genaues Beobachten und Wahrnehmen des einzelnen Kindes, sowie auch der Gruppe, um dort ansetzen zu können, wo Fähigkeiten und Bedürfnisse der Kinder liegen. Gleichzeitig dokumentieren wir die Entwicklung des einzelnen Kindes und auch die Entwicklung von Gruppen. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Arbeitsgrundlage für die weitere pädagogische Arbeit und dienen als Grundlage für qualifizierte Elterngespräche. Allerdings hat jeder Beobachter, also schon die beiden Fachkräfte der Gruppe, unterschiedliche Wahrnehmungsmuster. Und ebenso haben natürlich auch die Eltern eines Kindes ihre eigene Wahrnehmung des Verhaltens.

Das bedeutet, die Wahrnehmung einer Beobachtung ist immer subjektiv und individuell. Daher bemühen wir uns, in einem Elterngespräch alle Perspektiven zu berücksichtigen, die Handlungen des Kindes klar zu beschreiben und den Blick auf die Ressourcen und Potentiale des Kindes zu lenken.

Ebenso sind wir als öffentliche Einrichtung dazu verpflichtet bestimmte Beobachtungen und Feststellungen über einen längeren Zeitraum zu Dokumentieren und auch zu Archivieren. Für zuständige Behörden müssen Arbeitsabläufe und Beobachtungen vorweißbar und getätigte Handlungen protokolliert werden.

5.4. Austausch und kollegiale Beratung

In regelmäßig stattfindenden Teamsitzungen an denen alle Mitarbeiter teilnehmen müssen werden nicht nur aktuelle Gegebenheiten aus den einzelnen Gruppen weitergegeben und Termine abgeklärt. Es findet auch hier immer ein fachlicher Austausch unter den Kollegen statt um Fallbesprechungen durchzuführen und sich Anregungen und Tipps von anderen Fachkräften in der pädagogisch Arbeit oder im Umgang mit bestimmten Situationen zu holen.

5.5. Fort- und Weiterbildungen

Jedes Teammitglied verpflichtet sich dazu, sich eigenständig um aktuelles Fachwissen zu bemühen oder diesen durch Fort- und Weiterbildungen stetig zu aktualisieren. Fortbildungen und In-House- Veranstaltungen für das gesamte Team sind uns wichtig und finden jährlich statt.

5.6. Öffentlichkeitsarbeit

Es gibt eine sehr ausführliche Webpräsenz unserer Arbeit unter der Adresse www.schneckenhaus-heiligenstadt.de im Internet. Hier können aktuelle Termine abgerufen werden, es gibt einen großen Download Bereich für Formulare oder diese Konzeption und einen umfassenden Blick über die Arbeit in unserer Einrichtung.

Des Weiteren finden sich immer wieder Artikel mit Bildern über unsere Arbeit im örtlichen Mitteilungsblatt, dem Gemeindebrief des Dekanats oder der regionalen Tagespresse. Elterninformationen werden durch Elternbriefe und durch Aushänge im Haus ausführlich publik gemacht.

6. Schlusswort und Evaluation

Kinder gehen in ihrer Entwicklung eigene, individuelle Wege an denen wir nur dann teilhaben können, wenn es uns gelingt einen Ort der Geborgenheit, Sicherheit und Vertrautheit zu schaffen. Es ist uns ein großes Anliegen, ihrem Kind den Raum zu geben, an dem es sich nach seinen Möglichkeiten entwickeln kann.

In dem Bewusstsein, dass jedes Kind ein Geschenk Gottes ist, begegnen wir uns auf einem kleinen, aber bedeutenden Stück seines Lebensweges und sind dankbar, dass wir an diesen Geschenken teilhaben und mitwirken dürfen.

Öffnungszeiten

Haus für Kinder:

Mo. - Do. : 07:00 - 16:00 Uhr
Fr. : 07:00 - 14:00 Uhr
Ferien : 07:00 - 16:00 Uhr

Hort:

Mo. - Fr. : 07:00 - 16:00 Uhr
Ferien : 07:00 - 16:00 Uhr